Netzwerksolution Documentation Report

MVP-001-SOLUTION-PRINCIPLES

MVP-001 – Lösungsprinzipien#

Enterprise Solution Engineering Runtime Beziehung: specializes; Pfeilrichtung: SA-MIRADLO-VISUAL-THEME-001 → MVP-001-SOLUTION-PRINCIPLESspecializes Miradlo Visual Theme — Artefakt (artifact) · SolutionArtefakt (artifact)Miradlo Visual Theme Beziehung der zweiten Ebene: realizes; Pfeilrichtung: SA-KONTEXTZEICHENBRETT-EBENENMODELL-001 → SA-MIRADLO-VISUAL-THEME-001realizes Beziehung der zweiten Ebene: supports; Pfeilrichtung: SA-MIRADLO-VISUAL-THEME-001 → BB-EP-012-KNOWLEDGE-GUIDANCE-MANAGEMENTsupports BB-EP-012 – Wissens- und Leitlinienverwaltung — zweite Beziehungsebene, Artefakt (artifact) · SolutionArtefakt (artifact)BB-EP-012 – Wissens-und Leitlinienverwa… Kontextzeichenbrett – Ebenenmodell — zweite Beziehungsebene, Beziehung (relationship) · SolutionBeziehung (relationship)Kontextzeichenbrett– Ebenenmodell MVP-001 – Lösungsprinzipien — Bedeutung (meaning) · Solution. Strukturkontext öffnen.Bedeutung (meaning)MVP-001 –Lösungsprinzipien
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Zweck#

Diese Leitplanken konkretisieren die geerbten Enterprise-Prinzipien für MVP-001. Sie definieren keine universelle Ontologie und ersetzen keine detaillierten Solution Contracts oder SADRs.

Universelle Foundation-Regeln werden im enterprise-architecture:30-principles/enterprise-foundation-principle-catalog.md geführt. Dieses Dokument spezialisiert ausschließlich ihre Konsequenzen für MVP-001.

SP-001 – Eine fachliche Wahrheit#

Jede fachliche Aussage besitzt genau eine führende Quelle. Datenbank, Markdown, HTML, UI, Reports und ZIPs sind kontrollierte Zustände oder Materialisierungen und dürfen keine konkurrierenden Wahrheiten bilden.

Konsequenz: Import, Export und Roundtrip müssen Identität, Revision, und Verantwortlichkeit erhalten.

SP-002 – Artifact und Relationship first#

Fachlich relevante Einheiten und ihre Beziehungen werden als identifizierbare, typisierte und historisierbare Artefakte behandelt. Dateipfade, UI-Views oder Tabellen sind keine fachlichen Primärobjekte.

Konsequenz: Komponenten- und Datenmodelle müssen auf das gemeinsame Artifact- und Relationship-Modell zurückführen.

SP-003 – Keine Parallelrealisierungen#

Neue Funktionen erweitern bestehende solutionweite Verträge und gemeinsame Komponenten. Zweite Editor-, Merge-, Translation-, Navigation- oder Orchestrierungsmodelle sind nur nach ausdrücklicher Architekturentscheidung zulässig.

Konsequenz: Vor neuen Komponenten ist Wiederverwendung oder Erweiterung zu prüfen.

Konkret gelten weiterhin die historischen Solution-Regeln P-003, P-004, P-010 und P-011: Beschreibungstexte verwenden den zentralen RichText- Editor; Textkonflikte verwenden die bestehende Links/Mitte/Rechts-Abgleichs-UI. Parallele Editoren oder Merge-Dialoge sind nicht zulässig.

SP-004 – Reasoning before rendering#

Fachliche Auswahl, Auflösung, Validierung und Erklärung erfolgen vor der Darstellung. und Publisher präsentieren bereits bestimmte Ergebnisse und definieren keine eigene Semantik.

Konsequenz: Search, Help, Explainability und Publishing verwenden gemeinsame Resolution- und Reason-Code-Verträge.

SP-005 – Asynchrone externe Dienste#

Translation-, AI- und Connector-Aufrufe blockieren nicht das Speichern fachlicher Änderungen.

Konsequenz: Externe Verarbeitung wird als nachvollziehbarer Job mit Status, Fehlergrund und erneuter Ausführbarkeit modelliert.

Fachanwendungen integrieren LibreTranslate, Argos, Ollama, lokale LLMs oder externe AI-Dienste nicht direkt. Jede AI-Funktion läuft über den solutionweiten AI . Das Speichern fachlicher Daten darf weder von AI noch von Translation-, Netzwerk- oder Background-Job-Ausführung blockiert werden.

SP-006 – Environment Neutrality#

Führende Artefakte, Source Contracts und Building Blocks enthalten keine hart codierten Hosts, Ports, Pfade, Secrets oder Runtime-Namen.

Konsequenz: Konkrete Werte werden ausschließlich durch Runtime- und Deployment-Konfiguration bereitgestellt.

SP-007 – Documentation and Evidence as Product#

Contracts, Decisions, Requirements und Verification gehören zur produktiven Lösung und sind nicht bloße Begleittexte.

Konsequenz: Eine Änderung gilt erst als architektonisch vollständig, wenn ihre Rückverfolgbarkeit und Verifikation dokumentiert sind.

Passende Backend- und/oder End-to-End-Tests sind Bestandteil des Abschlussnachweises. Lokale Entwicklung, Setup und Betrieb werden so dokumentiert, dass ein reproduzierbar eingebunden und geprüft werden kann.

SP-008 – Erweiterung statt Wegwerf-MVP#

MVP-001 ist ein kleiner produktiver Kern. Nachgelagerte Funktionen erweitern seine Verträge, ohne Identität, Datenbestand oder zentrale Interaktionsmodelle neu aufzubauen.

Konsequenz: bewusste Erweiterungspunkte werden erhalten; vorsorgliche Vollimplementierung bleibt außerhalb des .

Die Plattform bleibt auf Entwicklungsrechnern und im lokalen Netzwerk lauffähig. Externer Webbetrieb ist eine zusätzliche Materialisierung und keine Voraussetzung der lokalen Entwicklung.

SP-009 – Open Source und minimale Abhängigkeiten#

Externe Komponenten und Frameworks werden nur genutzt, wenn Lizenz, Betrieb und Wartbarkeit geprüft sind. Open-Source-Komponenten mit klarer Lizenz werden bevorzugt. Bestehende Plattformfunktionen und Standardbibliotheken haben Vorrang vor neuen Abhängigkeiten.

Konsequenz: Eine neue Abhängigkeit benötigt dokumentierten Nutzen, Lizenzprüfung und die Begründung, warum keine bestehende Lösung genügt.

SP-010 – Deutsche technische Standardsprache#

Deutsch (de) ist die technische Standardsprache von MVP-001. Ein Zustand ohne definierte Standardsprache ist unzulässig. Das Modell bleibt für beliebig viele weitere Sprachen offen.

Konsequenz: Sprachunabhängige IDs und lokalisierbare Inhalte bleiben getrennt; eine weitere Sprache erzeugt keine neue fachliche Identity.

SP-011 – Universumsbezogene Fachdaten#

Fachliche Artifacts, Stereotypes, Übersetzungen und Relationships gehören zu einem Universum, sofern sie fachlich innerhalb dieses Universums entstehen.

Konsequenz: Universumsgrenzen werden in Daten-, Service- und Autorisierungsverträgen erhalten und nicht aus UI-Kontext abgeleitet.

SP-012 – Autonome End-to-End-Tests#

End-to-End-Tests bauen ihre Testdaten selbst auf, prüfen den Roundtrip und räumen danach auf. Sie dürfen nicht von manuell vorhandenen Daten abhängen.

Konsequenz: Testdaten besitzen erkennbare Identitäten; Cleanup wird auch nach einem fehlgeschlagenen Test versucht.

Migrationsprovenienz#

Die solution-spezifischen Regeln konsolidieren P-003 bis P-011, P-013, P-015, P-016, P-019 und P-020 aus SolutionArchitecture:20-principles/PRI-001-Architecture-Principles.md, Version 0.3. Die vollständige Disposition aller 29 Legacy-Regeln steht in SE-0014 – Regelinventar und Übernahmematrix.

Prüffragen#

Vor einer Änderung ist mindestens zu beantworten:

  1. Welche führende fachliche Aussage wird geändert?
  2. Welche Enterprise-Bedeutung oder wird spezialisiert?
  3. Welcher Solution Contract und welche Realisierung sind betroffen?
  4. Entsteht eine Parallelarchitektur oder ein umgebungsabhängiger Vertrag?
  5. Welche Requirement- und Testartefakte weisen die Änderung nach?