MVP-001-REQUIREMENT-VERIFICATION-TRACEABILITY-CONTRACT
MVP-001 – Anforderungs-, Verifikations- und Traceability-Vertrag#
Zweck#
Dieser Vertrag definiert die gemeinsame Nachweiskette der führenden solution-architecture. Er konsolidiert keine fachlichen Requirements neu, sondern macht die bereits vorhandenen Requirement-Sets, Architekturverträge, Realisierungsartefakte und Verification-Matrizen einheitlich navigierbar und prüfbar.
Verbindliche Nachweiskette#
Solution Contract oder Architecture Decision
→ Requirement
→ Capability- und Realisierungsbeitrag
→ Verification Contract
→ konkrete Evidence oder sichtbare Evidence-Lücke
Die Kette darf über mehrere Artefakte verlaufen. Jeder Übergang muss jedoch durch eine stabile ID, einen auflösbaren Dokumentverweis oder eine eindeutig bezeichnete Matrixzeile nachvollziehbar sein.
Artefaktrollen#
| Artefaktrolle | Verantwortung |
|---|---|
| Solution Contract und SADR | normative Zusage oder bindende Solution-Entscheidung |
| Requirement Set | überprüfbare Soll-Aussage mit stabiler ID |
| Capability-, Komponenten-, Service-, Daten-, Runtime- oder Building-Block-Vertrag | solutionweite Realisierung oder begrenzter Realisierungsbeitrag |
| Verification Matrix | Prüfverfahren, erwartetes Ergebnis und Requirement-Bezug |
| GlossarbegriffTechnical documentation artifact.Glossareintrag vollständig lesen | tatsächlich ausgeführter Test, Review, Report, Manifest, Runtime-Nachweis oder begründete indirekte Evidence |
Verbindliche Regeln#
- Jedes normative Requirement besitzt eine innerhalb seines Requirement-Sets eindeutige ID.
- Ein Requirement verweist auf mindestens einen führenden Vertrag, eine Capability-Zusage oder eine Accepted SADR, sofern der Bezug nicht bereits im führenden MVP-Contract eindeutig ist.
- Jede Verification-Zeile nennt die geprüften Requirement-IDs ausdrücklich.
- Verification-Artefakte definieren Nachweise; sie behaupten keine erfolgreiche Ausführung ohne konkrete Evidence.
directly-verified,indirectly-verified,not-applicableundverification-gapsind die zulässigen Coverage-Status für konkrete Code- oder Evidence-Flächen.security-criticaldarf nichtnot-applicablesein. Domain- und Application-Logik benötigen direkte Evidence, sobald sie implementiert sind.- Ein Requirement ohne Verification-Einstieg ist eine sichtbare Traceability-Lücke.
- Eine Verification ohne Requirement-Bezug ist ein ungebundener Nachweis und damit ebenfalls eine Lücke.
- Historische Requirements, Tests oder Reports werden nicht parallel normativ übernommen. Tragfähige Aussagen werden in aktuelle Requirement- oder Verification-Artefakte eingeordnet.
- Zukünftige oder noch nicht freigegebene Anforderungen werden nicht als erfüllter MVP-Scope dargestellt.
Granularität#
Ein Requirement beschreibt genau eine überprüfbare Verpflichtung. Kombinierte Prüfungen dürfen mehrere Requirement-IDs abdecken, müssen diese aber einzeln aufführen. Ein Testname oder Dateipfad ersetzt keine fachliche Erwartung.
Evidence-Grenze#
Architektur-Verifikation unterscheidet:
- Verification Contract: beschreibt, wie geprüft werden muss;
- Evidence: belegt eine tatsächlich ausgeführte Prüfung;
- GlossarbegriffTechnical documentation artifact.Glossareintrag vollständig lesen: dokumentiert eine Abweichung oder Lücke;
- Acceptance: bestätigt die fachliche End-to-End-Erfüllung des freigegebenen Scopes.
Fehlende Evidence wird nicht durch Formulierungen wie „geprüft“ oder „bestanden“ ersetzt.
Repositoryweiter Einstieg#
Die zentrale Coverage- und Navigationssicht liegt in BeziehungMVP-001 – Anforderungs-, Verifikations- und Traceability-MatrixRepositoryweiter Einstieg von Solution-Verträgen und Requirements zu Realisierung, Verification und Evidence-Grenzen.Vollständig lesen. Detailanforderungen und Detailmatrizen bleiben in ihren fachlichen Clustern führend.