EA-SEMANTIC-INVENTORY-CONTRACT-001
Vertrag zur semantischen Inventur#
Zweck#
Die semantische Inventur macht den Migrationsstand nachvollziehbar, ohne Dateianzahl mit fachlicher Vollständigkeit gleichzusetzen. Eine Zeile beschreibt eine benannte semantische Population oder Einheit und verweist auf ihre führenden Quellen und Ziele.
Pflichtfelder#
- Kategorie und stabile Inventar-ID
- Anzahl semantischer Einheiten
- Legacy-Quelle
- kanonische Zielquelle oder ausdrücklich
noch nicht bestimmt - Status
- Entscheidung und zugehöriges Work Item
- Textmengenreferenz mit Dokumentpopulation, Wörtern, Zeichen und Messregel
- Reviewbedarf
- qualitativer Reifegrad und Evidenz gemäß MeaningQualitatives Reifegradmodell des Wissens-FüllstandsVerbindliches qualitatives Reifegradmodell für einzelne semantische Einheiten.Vollständig lesen
Statusmodell#
| Status | GlossarbegriffBedeutung beschreibt den fachlichen Sinn eines Elements und seine Relevanz für Menschen und Organisationen.Glossareintrag vollständig lesen |
|---|---|
vollständig |
Alle inventarisierten semantischen Einheiten sind im Ziel disponiert und nachgewiesen. |
teilweise |
Ein Zielmodell oder Teilbestand existiert, die Einzelpopulation ist aber noch nicht vollständig disponiert. |
nur Legacy |
Die Population ist auffindbar, besitzt jedoch noch keine kontrollierte kanonische Zielzuordnung. |
weiterentwickelt |
Legacy-Semantik ist erhalten und eine begründete, explizit nachgewiesene Zielerweiterung hinzugekommen. |
Eine Kategorie darf mehrere Statuszeilen besitzen, wenn beispielsweise ein Legacy-Bestand vollständig übernommen und eine Erweiterung weiterentwickelt wurde. Unklarheit wird nicht als Vollständigkeit gewertet.
Textmengenreferenz#
Gemessen werden UTF-8-Zeichen und durch Unicode-Whitespace getrennte Wörter der ausdrücklich genannten Markdown-Quelldokumente. Frontmatter und Markdown-Syntax bleiben Bestandteil der Referenzmenge. Die Textmenge ist ein Reproduzierbarkeitsnachweis, kein Qualitäts- oder Übernahmegrad.
Ein- und Ausschlüsse#
- Markdown-Dateien werden als UTF-8 gelesen.
- YAML-Frontmatter, Überschriften, Tabellen, Links und Codeblöcke werden mitgezählt, weil sie semantisch oder strukturell relevant sein können.
- Binärdateien, JSON, Prüfsummen, generierte Inventare, ZIPs und Runtime-Ausgaben werden nicht zur Markdown-Textmenge addiert.
- Kategorien verwenden ausdrücklich benannte Pfadpopulationen. Überschneidende Zieldokumente dürfen in mehreren Kategorien vorkommen; Kategorienwerte werden deshalb nicht zu einer Repository-Gesamtsumme addiert.
- Die Repository-Baseline zählt jede Markdown-Datei genau einmal.
Abdeckungsquote#
Die semantische Abdeckungsquote verwendet Einheiten, nicht Dateien oder Wörter:
vollständige Legacy-Einheiten / alle inventarisierten Legacy-Einheiten
teilweise und nur Legacy werden getrennt ausgewiesen. Zielerweiterungen ohne zusätzliche Legacy-Einheit erscheinen separat als weiterentwickelt. Textmengenquotienten sind Vergleichswerte, aber keine semantische Abdeckungsquote.
Governance#
- Fakten und Zählwerte werden nur aus der angegebenen Messpopulation abgeleitet.
- Eine Datei kann mehrere semantische Einheiten enthalten; mehrere Dateien können eine Einheit erläutern.
- Zielzuordnung bedeutet fachliche Heimat, nicht mechanische Dateikopie.
- Statusänderungen benötigen Work-Item- und Entscheidungsnachweis.
- Historische Quellen bleiben unverändert.
- Abdeckungsstatus und qualitativer Reifegrad werden getrennt dokumentiert und dürfen nicht ineinander umgerechnet werden.