ARTIFACT-MANIFEST-MODEL
Artifact-Manifestmodell#
Zweck#
GlossarbegriffEin Artefakt ist jede eindeutig identifizierbare fachliche, technische, organisatorische oder reale Einheit, die in der Engineering-Landschaft modelliert wird. Alles Modellierbare wird als Artefakt geführt. Dazu gehören unter anderem Systeme, Beziehungen, Features, Dokumente, ADRs, Tests, UI-Buttons, Menüs, Farben, Icons, Konfigurationen, Diagramme, Runtime-Ressourcen, fachliche Objekte und reale Objekte wie ein Blumentopf, sofern sie modelliert werden. Knowledge ist keine Sonderklasse. UI- und Applikationsartefakte werden fachlich nach demselben Grundmodell behandelt.Glossareintrag vollständig lesen Manifests verbinden größere Implementierungsblöcke maschinenlesbar mit ihrer fachlichen GlossarbegriffProvenienz hält Quelle, Entstehungs- oder Ableitungskontext sowie gegebenenfalls Revision und Prüfung fest. Sie erklärt, warum etwas als Beleg erhalten bleibt, ohne daraus automatisch eine aktuell führende Aussage zu machen.Glossareintrag vollständig lesen. Sie ermöglichen Traceability vom GlossarbegriffCode ist eine ausführbare oder interpretierbare technische Realisierung, die durch Tests und Runtime-Evidence überprüfbar bleibt.Glossareintrag vollständig lesen über Solution und Enterprise Architecture bis zur GlossarbegriffEine Vision beschreibt eine langfristig gewünschte Wirkung und gibt der Weiterentwicklung eine gemeinsame Richtung.Glossareintrag vollständig lesen, ohne Metadaten auf Funktions- oder Dateiebene zu erzwingen.
Geltungsbereich#
Ein Manifest wird auf einer sinnvollen Modulgrenze geführt, insbesondere für:
- vertikale Solution Building Blocks,
- Backend-Module,
- Frontend-Module,
- Adaptergruppen,
- Application-Bereiche,
- Port-Gruppen,
- Runtime-Komponenten.
Verbindliches Format#
Für MVP-001 wird artifact-manifest.json verwendet. JSON ist ohne zusätzliche Parser zuverlässig validierbar. Andere Materialisierungen wie YAML können später aus demselben Modell erzeugt werden.
Kernfelder#
manifestVersion
artifact.id
artifact.type
artifact.name
artifact.status
realizes.vision
realizes.capabilities
realizes.referenceBuildingBlocks
realizes.solutionBuildingBlocks
realizes.requirements
implements.domainObjects
implements.ports
implements.runtimeComponents
documentation
ownership
quality.tests
quality.requiredChecks
Regeln#
- Fachliche IDs werden nicht im gesamten Quellcode dupliziert.
- Ein Manifest liegt am Root des beschriebenen Moduls.
- Änderungen an Verantwortung, Scope, öffentlichen Ports, Requirements oder Runtime-Materialisierung erfordern eine Manifestanpassung.
- Interne Refactorings ohne semantische Auswirkung erfordern keine Manifeständerung.
- Referenzen müssen auf existierende Architekturartefakte oder deklarierte Implementierungselemente zeigen.
- Ein Manifest ist selbst ein Artefakt und kann später in die Engineering Platform importiert werden.
Traceability#
Vision
→ Capability
→ Reference Building Block
→ Solution Building Block
→ Requirement
→ Implementation Module
→ Runtime Component
→ Test